Neue Leitung im Hospiz
17.08.2026
17.08.2026
Mit August 2026 hat Marlene Hieber die Leitung des Hospizes am Standort Klosterneuburg übernommen. Die diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin bringt mehr als 20 Jahre Erfahrung mit. Nach ihrer Tätigkeit in der Langzeitpflege im PBZ St. Pölten wechselte sie 2009 ins Hospiz St. Pölten, wo sie zuletzt drei Jahre lang als stellvertretende Leitung tätig war. Im Interview spricht sie über ihren beruflichen Weg, ihre Werte und ihre Ziele für die Zukunft.
Frau Hieber, Sie blicken auf viele Jahre Erfahrung in der Pflege und Hospizarbeit zurück. Was hat Sie dazu bewogen, die Leitung des Hospizes in Klosterneuburg zu übernehmen?
Ich wollte den nächsten Schritt gehen und mehr Verantwortung übernehmen. Besonders gereizt haben mich die Möglichkeit, Strukturen mitzugestalten, neue Herausforderungen anzunehmen und mich persönlich weiterzuentwickeln. Die Hospizarbeit liegt mir seit vielen Jahren am Herzen, daher freue ich mich sehr, diese Aufgabe nun als Leitung übernehmen zu dürfen.
Sie haben die Begleitung von Menschen in einer besonders sensiblen Lebensphase zu Ihrem Beruf gemacht. Was ist Ihnen dabei besonders wichtig und welche Ziele verfolgen Sie als Führungskraft?
Für mich stehen die Würde und die Selbstbestimmung der Bewohnerinnen und Bewohner im Mittelpunkt. Gleichzeitig möchte ich auch für die Angehörigen da sein und sie in dieser herausfordernden Zeit begleiten. Als Führungskraft ist es mein Ziel, Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen gute Hospizarbeit möglich ist.
„Ich möchte dafür sorgen, dass die Strukturen stimmen. Ich möchte dem Team, das sich täglich mit dem Tod auseinandersetzt, für seine wichtige Arbeit den Rücken freihalten.“
Mir sind Offenheit, Klarheit und ein wertschätzendes Miteinander wichtig. Ich wünsche mir ein Team, das zusammenhält und bereit ist, unterschiedliche Perspektiven einzunehmen.
Wie würden Sie sich selbst beschreiben und wo finden Sie den Ausgleich zu Ihrem anspruchsvollen Beruf?
Ich bin ein direkter, geradliniger Mensch und packe gerne mit an. Gleichzeitig schätze ich Ruhe und Ausgeglichenheit. Meine Familie ist mir sehr wichtig und ich verbringe viel Zeit in der Natur. Besonders gerne wandere ich in den Bergen oder verbringe Zeit auf einer Almhütte, weit weg vom Alltag. Wenn dann noch ein Lagerfeuer und Gitarrenmusik dabei sind, ist es für mich perfekt. So finde ich die Ruhe und Energie, die mir wichtig sind.
Was begeistert Sie bis heute an der Hospizarbeit und worauf freuen Sie sich in Ihrer neuen Aufgabe am meisten?
Das Leben und Arbeiten im Hospiz ist für mich etwas ganz Besonderes, weil man Menschen in ihrer Ganzheit begleiten darf. Gerade in dieser sensiblen Lebensphase sind Zeit, Zuwendung und menschliche Nähe von unschätzbarem Wert. Es ist schön, Menschen und ihre Angehörigen in dieser Zeit unterstützen zu können.
In meiner neuen Aufgabe freue ich mich auf viele wertschätzende Begegnungen, neue Erfahrungen und die Zusammenarbeit mit meinem Team. Gemeinsam möchten wir einen Ort schaffen, an dem sich Bewohnerinnen, Bewohner und Angehörige gut begleitet und aufgehoben fühlen.